Einsatzfähigkeit muss auch in schwierigen Zeiten gewährleistet sein

Während der Corona-Pandemie stand der Zivilschutz mit vielen Manntagen im Einsatz. Einige Zivilschützer konnten dabei Tätigkeiten im Rahmen ihrer Kernaufgaben wahrnehmen, einige andere Haupt-Aufträge des Zivilschutzes waren aber bei der Bewältigung der Krise weniger im Fokus.

Der Zivilschutz muss für jegliche ihm zugewiesenen Grundaufgaben jederzeit bereit sein. Regelmässiges Üben dieser Tätigkeiten ist deshalb auch während der Pandemie von grosser Bedeutung. Dennoch musste das ursprünglich geplante Programm so angepasst werden, um die aktuellen Covid-Bestimmungen jederzeit einhalten zu können.

An den KVK- und WK-Tagen vom 6. bis 9. April 2021 wurden folgende Tätigkeiten ausgeführt:

  • Führungsunterstützung: Übungen der zentralen Tätigkeiten als Stabsassistent anhand eines Postenlaufes. Von den jeweiligen Posten wurden Meldungen in den Kommandoposten im Feuerwehrlokal eingespiesen und dort weiterverarbeitet (Karte, Journal, Mitteltabelle, etc.). Dabei wurden auch die korrekte Anwendung des Funkes aufgefrischt. An einem Posten hatten die Stabsassistenten zudem die Aufgabe, eine Telefon-Leitung zu erstellen.
  • Betreuung: Samariterkurs für Betreuer durch Samariterverein. Geübt wurde dabei primär die korrekte Anwendung des Defibrillators. Weiter wurden auch interne Schulungen durchgeführt zum Thema Atomunfall. Der Betreuungszug, welcher während der Corona-Pandemie sehr häufig im Zivilschutz-Einsatz stand, hat auch die Gelegenheit genutzt, auf den Einsatz in den Alters- und Pflegeheimen mit etwas Abstand zurückzublicken und positive wie negative Aspekte zu diskutieren. Erfreulicherweise hat es zudem die aktuelle Lage zugelassen, dass einige Betreuer mit Bewohnern des Alters- und Pflegeheims Eichhölzli spazieren gehen konnten.
  • Kulturgüterschutz: Digitale Ablage aller Dokumentationen in Zusammenarbeit mit der Führungsunterstützung. Da künftig Institutionen mit Kulturgütern selbständig entsprechenden Schutzmassnahmen ergreifen müssen, wird der KGS-Zug mittelfristig aufgehoben.
  • Anlage- und Materialwartung: Ausführen der periodischen Wartungen gemäss vorhandenen Checklisten.
  • Küche: Verpflegung sämtlicher Einsatzkräfte, ausserordentlich auch während des KVK’s, da Restaurants geschlossen waren. Die Mittagsmenüs waren einmal mehr sehr schmackhaft. Am intensivsten Einsatztag (Mittwoch) wurde ein leckeres Gulasch mit Kartoffelstock sowie einer Apfelschnitte serviert.

Die vergangenen Tage haben aufgezeigt, dass mit entsprechender Planung und Anordnung gewisser Massnahmen trotz der Pandemie ein guter und intensiver Wiederholungskurs organisiert werden kann. Dennoch hoffen alle Beteiligte, dass der nächste geplante Einsatz im September wieder ohne Einschränkungen durchgeführt werden kann.

Erster virtueller Kaderrapport der Geschichte

So einiges hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Die aktuellen Einschränkungen haben das Kommando unter der neuen Leitung von David Wechsler dazu bewogen, den zwei Mal im Jahr stattfindenden Kaderrapport mit den rund 15 Zugführern digital via MS Teams durchzuführen.

Eine wahrlich nicht einfache Aufgabe, nicht alle der Teilnehmer hatten bereits Erfahrung mit digitalen Meetings. Dennoch ist es gerade in dieser Zeit mit verschiedenen Einsätzen in den letzten Monaten und der schwierigen Planung für die kommenden Einsätze wichtig, sich gegenseitig auszutauschen. Dazu konnten die Teilnehmer auch in verschiedene digitale Gruppenräume zugeteilt werden und dort gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die Erfahrungen aus der Premiere sind sehr positiv, trotz der veränderten Ausgangslage konnten alle geplanten Themen besprochen bzw. bearbeitet werden.

David Wechsler, neuer operativer Kdt, zum ersten digitalen Kaderrapport: «Spezielle Zeiten verlangen spezielle Lösungen. Dienst ausfallen zu lassen ist keine Option, da der Bevölkerungsschutz jederzeit gewährleistet werden muss und dies nur mit regelmässigem Austausch im Kader und ebenso regelmässiger Beübung der Mannschaft möglich ist. Wir hoffen, unsere Dienstanlässe bald wieder in den Anlagen durchführen zu können, auch wenn wir eine gute Alternative gefunden haben, welche auch für alle umsetzbar ist.»

Folgende Bereiche werden jeweils am Kaderrapport thematisiert:

  • WK-Jahresplanung
  • Mehrjahresplanung für die nächsten 3-4 Jahre
  • Informationen des Kantons
  • Gruppenarbeiten zu aktuellen Themen
  • Gegenseitiger Austausch im Kader

Zivilschützer unterstützen Alters- und Pflegeheime bei der Bewältigung der 2. Corona-Welle

Es war der bislang weitaus umfangreichste Zivilschutz-Einsatz seit Bestehen des Sicherheitszweckverbandes Glattfelden-Stadel-Weiach vor über 20 Jahren. Während den beiden Corona-Wellen im Frühling 2020 und Winter 2020/21 standen 42 Zivilschützer während insgesamt rund 550 Manntagen im Einsatz. Primär wurden die Einsatzkräfte zur Unterstützung der Alters- und Pflegeheime in Stadel und Glattfelden eingesetzt.

Mitarbeiter/innen am Anschlag 

Für unsere gesamte Gesellschaft hat sich seit dem vergangenen Frühling einiges verändert. Insbesondere aber für Alters- und Pflegeheime stellen die Auswirkungen der Corona-Pandemie Extremsituationen dar. Besuchsverbot, Quarantäne, viele Erkrankungen und leider auch Todesfälle setzen das Personal vor enorme physische und psychische Herausforderungen.

Zur Unterstützung des Alters- und Pflegeheims Tertianum in Stadel stand zwischen Ende November und Mitte Januar täglich ein Zivilschützer im Einsatz. Auch das «Eichhölzli» in Glattfelden hat Unterstützung angefordert. Der Einsatz dauerte kürzer, zu Spitzenzeiten waren in Glattfelden aber im Zwei-Schichtbetrieb 4 Personen täglich vor Ort.

Die Zivilschützer konnten das Personal bei unterschiedlichen, einfacheren Arbeiten unterstützen. Dies beispielsweise bei der Verpflegung, welche die Bewohner während längerer Zeit auf den Zimmern einnehmen mussten. Der zeitliche Mehraufwand konnte durch die zusätzlich helfenden Hände abgefedert werden, so dass sich die ausgebildeten Fachkräfte im Pflegeheim auf ihre Kernaufgaben konzentrieren konnten. Die Zivilschützer leisteten zudem wertvolle und wichtige Unterstützung in Gesprächen mit den Bewohnern, welche diese Kontakte aufgrund der längeren Besuchsverbote und der belastenden Situation, speziell während den Festtagen, ausserordentlich schätzten.

Aufgeboten wurden in erster Linie die Einsatzkräfte des Betreuungszuges, aber auch Stabsassistenten und Vereinzelte aus anderen Bereichen wurden eingesetzt. Koordiniert wurden die Einsätze im Kommandoposten «Eichhölzli» in Glattfelden durch das designierte Kommando-Duo David Wechsler und Marc Wenk, welches damit die Feuertaufe in dieser ausserordentlichen Situation erfolgreich bestanden hat. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit bestand in der Koordination und Absprache mit den zuständigen Gemeindebehörden. Diese Zusammenarbeit erfolgte sehr kooperativ und unkompliziert, um die sofortige Hilfe für die Alters- und Pflegeheime sicherzustellen.

Zweiter Einsatz während wenigen Monaten

Bereits im Frühling 2020 während der ausserordentlichen Lage stand der Zivilschutz im Einsatz zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Auch während dieser Zeit unterstützte der Betreuungszug des Zivilschutzes zwischen März und Mai das Alters- und Pflegeheim Tertianum in Stadel.

Zur Unterstützung des damalig aktivierten Kernstabs waren zudem verschiedene Stabsassistenten vor Ort, um den Führungsstandort einzurichten und zu betreiben.

Selbstverständlich hält sich der Zivilschutz für weitere Einsätze für unsere Bevölkerung bereit.

Erfolgreicher WK trotz Corona-Einschränkungen

Die Organisation des diesjährigen Herbst-WK war aufgrund der anhaltenden Covid-19-Einschränkungen anspruchsvoller als üblich. Mit dem Einrücken mussten sich alle Teilnehmer einem Temperatur-Messtest unterziehen sowie mittels Fragebogen wichtige Angaben zu ihrem Gesundheitszustand sowie allfällige nähere Kontakte der letzten Tage mit Corona-Infizierten mitteilen. Zudem galt Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden konnte. Dies war insbesondere auch für die Verpflegung eine Herausforderung, so musste jeweils in Schichtbetrieben zu Mittag gegessen werden, da unter den aktuellen Umständen nur max. 24 Personen gleichzeitig sich im Raum aufhalten durften.

Zwischen dem 2. und 4. September 2020 (2.9. KVK, 3./4.9. WK) wurden folgende Tätigkeiten ausgeführt:

  • Unterstützung
    • Tischrenovation Waldhütte Stadel/Windlach
    • Tische und Bänke renovieren bei Stadlerturm
    • Ersatz Treppe bei Jagdhütte Glattfelden
  • Betreuung
    • Basteln Advendskalender in Zusammenarbeit mit Bewohnern Stiftung Brühlgut in Winterthur
  • Führungsunterstützung
    • Aufarbeitung Corona-Einsatz Kernstab Frühling 2020
    • Leitungsbau BSA Eichhölzli – Feuerwehrlokal
    • Information an neue AdZS
  • KGS
    • Archivierung Unterlagen
  • Logistik/Küche
    • 24h-Betriebs-Test
    • Verpflegung der AdZS während 3 Tagen

Allen Widrigkeiten getrotzt

Die Zivilschützer der ZSO GlaStaWei waren nicht zu beneiden. Während die Betreuer auf jegliche Aktivitäten im Altersheim zusammen mit Bewohnern verzichten mussten, waren die Unterstützer mit schlechtem Wetter konfrontiert. Aufgrund von Sturmböen mussten die Arbeiten, notabene zur Behebung der Sturmschäden der letzten Wochen, teilweise unterbrochen werden.

Das Corona-Virus hatte auch Einfluss auf den Zivilschutz-WK der Betreuer. Das BAG empfahl erst 2 Tage vor dem WK, dass Kontakte zu älteren Personen möglichst vermieden werden sollten. Die geplanten Aktivitäten im Altersheim sowie einen Ausflug mit den Bewohnern mussten kurzfristig abgesagt werden. Innert Stunden musste ein Alternativ-Programm mit verschiedenen internen Schulungsblöcken zusammengestellt werden, damit trotzdem ein spannender WK-Tag abgehalten werden konnte.

Auch für die Unterstützer zeichnete sich der Arbeitseinsatz erst kurzfristig ab. Im Gebiet Höbrig oberhalb von Weiach wurden verschiedene Sturmschäden der letzten Wochen behoben. Etliche Bäume behinderten die Forststrassen und mussten zersägt und das Holz zur Seite gelegt werden. Durch den starken Wind mit teilweisen Sturmböen konnten die Arbeiten am Freitag erst etwas später in Angriff genommen werden. Die Unterstützer überbrückten die Zeit mit einer Teambildungsaufgabe.

Auch der Kulturgüterschutz sowie die Anlagewarte waren im Einsatz. Verpflegt wurden die Einsatzkräfte durch die eigene Küchenmannschaft mit einem hervorragenden Gulasch, Kartoffelstock, Gemüse und Salat. Begeistert zeigten sich zudem alle über die leckeren, selbst zubereiteten Crèmeschnitten.

Neues Coronavirus

5. März 2020

Wie können Sie sich gegen das neue Coronavirus schützen? Die Kampagne «So schützen wir uns» informiert, wie das am besten geht. Achten Sie in erster Linie auf die Hygieneregeln und das richtige Verhalten bei Symptomen wie Atembeschwerden, Husten oder Fieber.

  • Regelmässiges gründliches Händewaschen mit Seife.
  • In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen.
  • Papiertaschentuch nach Gebrauch in geschlossenen Abfalleimer.
  • Händeschütteln vermeiden.
  • Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben.
  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.

Einwohnerinnen und Einwohner, die von einer Erkrankung betroffen sein könnten oder glauben, betroffen zu sein, sollen auf keinen Fall eine Arztpraxis aufsuchen, sondern das kantonale Ärztefon anrufen, das rund um die Uhr besetzt ist: 

0800 33 66 55.


Weitere Auskünfte sind zu finden unter:

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov.html

Weltklasse Zürich – dank Unterstützung des Zivilschutzes

Während rund vier Stunden sind internationale Top-Athletinnen und -Athleten am Donnerstag, 29. August 2019 schneller, höher und weiter gesprungen oder gesprintet. Die Arbeiten im Hintergrund dauerten um einiges länger. Drei Zivilschutzorganisationen aus dem Zürcher Unterland standen während drei Wochen als Unterstützung im Einsatz für den Grossanlass.

Die gesamte Zürcher Südkurve innert eines Tages von einem Stehplatz- in einen Sitzplatzsektor verwandeln. Dies war einer der zahlreichen Aufträge, welche die drei Zivilschutzorganisationen Bülach-Rafzerfeld, Glattfelden-Stadel-Weiach sowie Bachenbülach-Winkel an insgesamt 1‘100 Manntagen zu Gunsten der Gemeinschaft erledigten. Der Einsatz durch die Einsatzkräfte ist nur deshalb möglich, weil sämtliche Erträge aus der Veranstaltung dem Leichtathletik-Club Zürich und dort in erster Linie dem Nachwuchs zufliessen.

Traditionell findet im Zürcher Hauptbahnhof bereits ein Tag vor dem Grossanlass der Stabhochsprung-Wettkampf statt, wofür eigens in der Bahnhofhalle eine Tribüne für rund 1’500 Zuschauer unter tatkräftiger Unterstützung der Zivilschützer auf- und wieder abgebaut wurde. Insbesondere für den Rückbau stand nicht viel Zeit zur Verfügung, so musste die Bahnhofhalle morgens um fünf Uhr nach dem Anlass wieder geräumt sein.  

Zeltaufbau beim Stadion Letzigrund

Auch im Stadion Letzigrund waren für den Wettkampf viele Auf- und Rückbauten vorzunehmen. So wurden Zelte vor dem Stadion aufgebaut oder die Dienstleister bei der Installation der Technik und beim Umzug des Medienbereichs unterstützt. Letzeres deshalb, weil im Gegensatz zum Fussball nicht die Spielfeldmitte, sondern der Zieleinlauf der Tartanbahn im Fokus liegt.

Insgesamt 3‘600 Mahlzeiten bereiteten die von allen drei Organisationen zusammengemischte Küchenmannschaft für die Einsatzkräfte, aber auch für die zahlreichen freiwilligen Volunteers und die Dienstleister zu. Viele Zivilschützer standen im Schichtbetrieb im Einsatz, weshalb auch Abendessen produziert wurden.

Shuttle-Dienst für Spitzensportler/innen

Am Flughafen Zürich waren die Fahrer stationiert, welche die Leichtathletik-Stars vom Flughafen zu den Hotels in Zürich oder zum Training chauffierten. Dabei wurden sie von mehreren Disponenten unterstützt, welche die Transporte koordinierten.

Für einen geordneten Ablauf sorgten auch die Stabsassistenten, welche sämtliche Aktivitäten in zwei Kommandoposten akribisch festgehalten und während der gesamten Einsatzzeit den Überblick behalten haben. Aufträge und Sofortmassnahmen wurden entgegengenommen, ausgeführt und überwacht.

Zusammengewürfelte Führungs-Crew

Eine besondere Herausforderung stellte der Einsatz auch für das Kommando und das Kader der drei Organisationen dar, galt es doch, untereinander zusammenzuarbeiten und Arbeiten gemeinsam zu koordinieren. Während Bülach-Rafzerfeld hauptsächlich in der ersten und letzten Woche im Einsatz stand, wurden die Aufträge in der Woche des Events vornehmlich durch die Zivilschutzorganisationen Glattfelden-Stadel-Weiach sowie Bachenbülach-Winkel erledigt. Ein gelungener Einsatz, wie Gesamt-Einsatzleiter Patrik Meier Bilanz zieht: „Wir können über einen längeren Zeitraum die Einsatztauglichkeit der Zivilschutzorganisationen testen. Für die kommenden Ernstfalleinsätze und Übungen können wir die Schlagfertigkeit bestens prüfen. Die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn verlief bestens und bestätigt, dass der Zivilschutz auch im grösseren Verband sehr gut funktioniert.“

Montage der Sitzplätze im Letzigrund
Alle Mahlzeiten wurden durch die Küchenmannschaft zubereitet und ausgegeben

WK 22.-23. Mai 2019: Ausbildung AZ Andelfingen

Für die Pioniere und die Stabsassistenten stand ein Einsatz ausserhalb des Verbandsgebietes auf dem Programm, gemäss Aufgebot mussten die AdZS direkt im kantonalen Ausbildungszentrum in Andelfingen einrücken.

Die Stabsassistenten wären während zwei Tagen intensiv auf dem neuen elektronischen Lagesystem LAFIS geschult worden. Ein Update, welches tags zuvor eingespielt wurde, führte zu einem kompletten Absturz des Programms, weshalb der Truppe nichts anderes übrigblieb, als unverrichteter Dinge nach Glattfelden zu reisen und dort, zumindest am ersten Diensttag, noch einige Räumungsarbeiten auszuführen. Der darauffolgende Tag musste komplett gestrichen werden.

Weniger abhängig von der IT-Infrastruktur waren die Pioniere, die ihr geplantes Programm absolvieren konnten. Hauptziele der Übung auf dem Testgelände waren insbesondere die Ausbildung des oberen und unteren Kaders. Dabei wurde der Fokus auf die Übungsvorbereitung, die Befehlsgebung, die Delegierung, die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen, aber auch die generelle Umsetzung in der Praxis mit Unterstützung eines Instruktors beurteilt. Anlässlich des KVK’s am ersten Tag innerhalb des Kaders sowie mit der Mannschaft am WK-Tag.

Am WK-Tag vom 23.5. hatten die Pioniere am Vormittag einen Postenlauf zu absolvieren. Hier galt es insbesondere, die Gerätschaften, welche ansonsten nicht regelmässig zum Einsatz kommen, in Betrieb zu nehmen und dadurch Routine im Umgang damit zu erhalten. Im Einsatz standen unter anderen Wasserpumpen, Schweissgeräte oder Trennschneider. Als weitere Postenarbeit mussten zudem Verankerungspunkte für Abstützungen gemeinsam beurteilt und erstellt werden.

An der Einsatzübung am Nachmittag mussten verschiedene Szenarien bewältigt werden. Dabei galt es bei einer Übungsanlage, zwei ineinander verkeilte Fahrzeuge, welche erschwerend mit darüber- und dazwischenliegenden Betonklötzen und Baumstämmen in Mitleidenschaft gezogen wurden, voneinander zu trennen, um so den Durchgang freizumachen. Während der Übung wurde zudem ein Führungsstandort für den Einsatzleiter aufgebaut, damit dieser stets über laufende Veränderungen an Material und Personal informiert war.

Einsatzleiter Ogi Lakic zog ein positives Fazit und erwähnte insbesondere die gute Kommunikation unter den Einsatzkräften. Verbesserungspotenzial besteht aber immer, wie auch der kantonale Instruktor Patrick Reifler festgestellt hat: «Vor Übungsstart muss das Kader bereits das Vorgehen abgesprochen haben, ansonsten dauert die Zuteilung der Mannschaft auf die einzelnen Arbeitsplätze zu lange, was zu Leerzeiten führt.»    

WK 13.-15.3.19 Vorbereitung ist die halbe Miete

Der Schutz der Kulturgüter ist in der Schweiz ein wichtiger gesetzlicher Auftrag.

Alle kulturell erhaltenswerte Güter sind in Kategorien eingeteilt, bei den Gütern von nationaler Bedeutung (sog. A-Güter) ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz verantwortlich, während bei B- und C-Objekten die Zuständigkeit bei der Zivilschutzorganisation liegt.

Die Güter können unterschiedlichster Natur sein, z.B. archäologische Fundstätten, historische Denkmäler, aber auch Gemälde und Bücher. In unserem Zweckverbandsgebiet liegt der Fokus insbesondere beim Gottfried-Keller-Zentrum in Glattfelden.

Herr Hakan Gürgen der ATAX Service Gruppe berät Organisationen aber auch Firmen beim Umgang mit solchen Gütern, welche gegen Beschädigung, Zerstörung, Diebstahl oder Verlust geschützt werden müssen. In seinem Vortrag anlässlich des Zivilschutz-WK zeigte er den KGS-Spezialisten auf, welche Massnahmen im Vorfeld getroffen werden können, um in einem Verlust- oder Beschädigungsfall bestmöglich reagieren zu können. Gerade im Fall des Gottfried-Keller-Zentrums ist es äusserst wichtig, dass ein Inventar erstellt wird, welche Objekte beispielsweise mit welcher Priorität zu bergen sind. Dafür ist auch eine Sicherstellungsdokumentation zu erstellen sowie Kulturgüterschutzräume zu definieren.

Entscheidend ist die Zusammenarbeit mit Besitzern, Behörden und insbesondere der Feuerwehr, welche in einem Brandfall eines solchen Objektes dokumentiert sein muss. Anlässlich des Vortrages hat Herr Gürgen aufgezeigt, dass die Umgehensweise mit Kulturgütern äusserst komplex ist, je nach Art der Beschädigung. Um eine noch grössere Beschädigung zu vermeiden, ist die Zusammenarbeit mit Spezialisten von grosser Bedeutung.

 

Auch andere Bereiche im WK-Einsatz

Neben dem KGS standen auch andere Bereiche im Einsatz. Die Betreuer durften in der SanArena Zürich eine professionelle Ausbildung erleben. Verschiedene Ausgangslagen mussten gemeistert werden, z.B. das korrekte Vorgehen bei einem Stromunfall, bei Vergiftungen oder auch bei Verbrennungen. Verschiedene Betreuer haben zudem einen Ausflug mit Bewohnern des Altersheim Stadel durchgeführt.

Das Kader der Führungsunterstützung bereitete sich für die kommende Lafis-Ausbildung der Mannschaft vor. Lafis ist ein elektronisches Lagedarstellungssystem der Einsatzbehörden, welches neu auch durch die Zivilschutzorganisation genutzt werden kann.

An diesem WK wurden durch die Material- und Anlagenwarte zudem verschiedene Instandhaltungs-Checklisten durchgegangen und die Anlagen gewartet.

Verpflegt wurden die Zivilschützer wiederum durch die eigene Küchenmannschaft, welche während drei Tagen für zufriedene Gesichter sorgte.

 

cof