Amtsübergabe bei der ZSO GlaStaWei

Nach 16 Jahren als Kommandant der Zivilschutz-Organisation Glattfelden-Stadel-Weiach tritt Martin Sonderegger ab. Für seine Nachfolge konnte eine interne Lösung gefunden werden, David Wechsler übernimmt die Kompanie ab 2022.

Organisation geprägt
„An keiner Sitzung und an keinem WK-Tag habe ich jemals gefehlt“, berichtet Martin Sonderegger über seine Zeit als Kommandant der ZSO GlaStaWei, für welche er seit 2006 tätig war. Während den ersten Jahren musste die Organisation grundlegend neu aufgebaut werden, da die ZSO zum Zeitpunkt von Sondereggers Beginn ohne Führung dastand. Er verstand es, das Kaderteam jeweils so zu ergänzen, dass innerhalb der ZSO ein leistungsorientiertes, aber auch kollegiales Verhältnis gepflegt wurde. Dies führte auch zu Anerkennung des Zivilschutzes als Partner bei anderen Organisationen und den Gemeinden.

Unter Sondereggers Leitung wurden insgesamt vier überörtliche Einsätze in den Kantonen Wallis, Graubünden und Uri durchgeführt. „Dies war die beste Übung der Einsatzbereitschaft für Mannschaft und Material“, urteilt Sonderegger rückblickend. „Auch die Organisation von Übungen zur Bewältigung eines Grossereignisses mit Partnern wie Feuerwehr, Gemeinden und Spezialisten waren für mich persönliche Highlights.“ Besonders gefreut hat Sonderegger auch die Arbeiten im Verbandsgebiet, welche für die drei Gemeinden erbracht werden konnten. 

„Nun ist es Zeit, dass junge, motivierte Personen das Zepter übernehmen“, sagt Sonderegger, welcher auch aufgrund seiner Wohnsitzverlegung auf der Suche nach einer Nachfolgelösung aktiv mitgewirkt hat. „Meinen Nachfolgern wünsche ich viel Kraft, Freude und Motivation sowie Erfolg bei der Bewältigung ihrer Aufgaben, insbesondere auch für die anstehenden Veränderungen aufgrund der BZG-Revision.“

Interne Nachfolge gelöst
Die Nachfolge per 1.1.2022 konnte aus den eigenen Reihen gefunden werden. David Wechsler als ehemaliger Fourier wurde als neuer Kommandant gewählt, an seiner Seite stehen Marc Wenk (früher Zugführer Führungsunterstützung) sowie Matthias Wydler (früher Zugführer Unterstützung) als Stellvertreter.

Zur Person Martin Sonderegger
Martin Sonderegger (Jahrgang 1966) hat nach seiner Rekrutierung die RS sowie 2 WK’s im Militär absolviert. Im Jahr 1988 wurde er erstmals für den Zivilschutz aufgeboten im Rahmen des „raschen Einsatzelements Rümlang“, für welches er auch erstmals an überörtlichen Einsätzen teilnahm. Im Anschluss war er rund 15 Jahre für den kantonalen Zivilschutz mit Stützpunkt am Flughafen Zürich tätig (zuerst als Schutzraumverantwortlicher, danach als Pionier, Gruppenführer und viele Jahre als Zugführer Unterstützung). Im Rahmen des Wechsels zur ZSO GlaStaWei hat er im Jahr 2006 die Kommandanten-Ausbildung absolviert. Er bleibt dem Zivilschutz als Revisor des Zivilschutzkommandanten-Verbands des Kantons Zürich erhalten, den er einst selbst mitgegründet hat. Martin Sonderegger wohnte viele Jahre in Rümlang und ist kürzlich zu seiner Lebensgefährtin nach Sins in den Kanton Aargau gezogen.    

Polyvalente Zivilschützer von zentraler Bedeutung

Die Zivilschutzorganisation GlaStaWei zählt zu den kleinsten Einheiten innerhalb des Kantons Zürich. Bei einem Ernstfall ist es deshalb umso wichtiger, dass sämtliche Einsatzkräfte polyvalent auch in anderen als ihren ursprünglichen Aufgabengebieten eingesetzt werden können. An einer eigens dafür angelegten Übung vom 3. September 2021 wurde dies getestet. Im Rahmen eines Postenlaufes, welcher sich über das gesamte Glattfelder Gemeindegebiet verteilte, mussten sämtliche Zivilschützer in Gruppen folgende Aufgaben bewältigen:

  • Erste Hilfe nach Autounfall
  • Betreuungs-Sammelstelle einrichten (Aufbau Zelt, Einrichtung, Registrierung)
  • Aufbau einer mobilen Funkantenne
  • Funkübung mit Polycom-Geräten
  • Inbetriebnahme Beleuchtung mit Aggregat
  • Hochziehen eines Baumes mit entsprechenden Einsatzgeräten

Die Übung wurde im Rahmen eines Wettkampfes so ausgelegt, dass jene Gruppe, welche den Parcours am schnellsten und qualitativ besten absolviert hat, zuerst aus dem Dienst entlassen wurde, während die Letzten für die Retablierung des Materials verantwortlich waren.

In der darauffolgenden Woche fand am Dienstag & Mittwoch, 7./8. September 2021 ein WK statt der Pioniere und Stabsassistenten. Folgende Tätigkeiten wurden ausgeführt:

  • Instandstellung Rheinweg unterhalb Kraftwerk Eglisau-Glattfelden (durch Hangrutsch nicht mehr begehbar gewesen)
  • Instandstellung Wanderweg beim Eisenbahn-Viadukt Zweidlen
  • Erstellung von zwei Holzbänken für abtretende Kadermitglieder
  • Leitungsbau vom OKP Eichhölzli zum Schulhaus Hof (Notfalltreffpunkt)
  • Aufbau einer mobilen Antenne zur Funkverstärkung
  • Besichtigung und Erläuterungen zu Notfalltreffpunkten seitens Kernstab
  • Mittagessen sowie Znüni für sämtliche Einheiten an allen Diensttagen

Mit 70 Jahren ist Schluss – Ein Zivilschutz-Urgestein tritt ab

43 Jahre alt war Alfred „Fredi“ Gut im Jahr 1995, als er im Anschluss an seinen Militärdienst in den Zivilschutz der Gemeinde Glattfelden eingeteilt wurde. Er hätte bis 50 Dienst leisten müssen, blieb aber dem Zivilschutz um einiges länger erhalten. Mit bald 70 Jahren leitet er als Chef Kulturgüterschutz seinen letzten Einsatz-WK.

Zuerst kompletter Militärdienst, dann 27 Jahre Zivilschutz

Während heute die obligatorische Dienstpflicht spätestens mit 40 Jahren endet, wurden bis Ende der 90er-Jahre Männer nach ihrer Militär-Dienstpflicht bis zum 50. Altersjahr noch für den Zivilschutz aufgeboten. Dies war auch der Einstieg für Fredi Gut, welcher sich zunächst als Schutzraumverantwortlicher um die Zuteilungsplanung (ZUPLA) der Einwohner auf die Schutzräume gekümmert hat. Die Einteilung war nicht zufällig: „Mein Vater war im Zivilschutz bereits Blockchef-Ausbildner und meine Mutter Sanitätsinstruktorin. Ausserdem war ich bereits seit meinem 18. Altersjahr Mitglied der Feuerwehr und zu diesem Zeitpunkt Offizier“, so Gut. Mit 50 Jahren war aber keineswegs Schluss, zu viel Spass bereitete dem ehemals selbständigen Architekten die Abwechslung im Zivilschutz-Tenü. Bis 2008 war er als Dienstchef Betreuung tätig, ohne dabei dafür eine spezifische Ausbildung im Zivilschutz absolviert zu haben. „Aufgrund meiner Offiziers-Tätigkeit und Erfahrung war dies dannzumal noch nicht zwingend“.

Von der Betreuung zum Kulturgüterschutz  

Einen grossen und wertvollen Beitrag leistete Gut auch beim Zusammenschluss zum Sicherheitszweckverband Glattfelden-Stadel-Weiach im Jahr 1998. Durch seine Orts- und Fachkenntnisse als ehemaliger Feuerwehr-Offizier und Zugführer im Zivilschutz konnte er mit seinen Erfahrungen wesentlich zum erfolgreichen Zusammenschluss beitragen.

Im Jahr 2009 ergab ihm sich dann die Möglichkeit, sich nochmals in ein anderes Fachgebiet zu vertiefen – er übernahm als Zugführer die Geschicke des Kulturgüterschutzes (KGS). Ein Gebiet, welches er mit viel persönlichem Herzblut geführt hat und woraus auch persönliche Kontakte entstanden sind. „Mit dem Archivar des Saastals, welchen ich während dem überörtlichen WK 2009 im Wallis kennengelernt habe, verbinde ich heute noch einen freundschaftlichen Gedankenaustausch.“

Zivilschutz ist eine Herzensangelegenheit

Nach 235 Diensttagen, 27 Dienstjahren und knapp 70 Altersjahren ist nun Schluss, die Militärversicherung sieht eine diesbezügliche Altersbeschränkung vor. Während der letzten Diensttage widmete sich das Team des Kulturgüterschutzes zusammen mit Fredi Gut um den Unterhalt der Relikte aus der Zeit der Wässerwiesen in Glattfelden. Ein wichtiges Anliegen, welches Gut auch nach seiner Dienstpflicht weiterverfolgen wird: „Ich bin Mitglied des Vereins Wässerwiesen und habe in meiner Kindheit bereits meinem Grossvater bei der Bewässerung aktiv mitgeholfen. Ich werde mich weiterhin für den Schutz und Erhalt der Kulturgüter in unserer Umgebung einsetzen.“

Einsatzfähigkeit muss auch in schwierigen Zeiten gewährleistet sein

Während der Corona-Pandemie stand der Zivilschutz mit vielen Manntagen im Einsatz. Einige Zivilschützer konnten dabei Tätigkeiten im Rahmen ihrer Kernaufgaben wahrnehmen, einige andere Haupt-Aufträge des Zivilschutzes waren aber bei der Bewältigung der Krise weniger im Fokus.

Der Zivilschutz muss für jegliche ihm zugewiesenen Grundaufgaben jederzeit bereit sein. Regelmässiges Üben dieser Tätigkeiten ist deshalb auch während der Pandemie von grosser Bedeutung. Dennoch musste das ursprünglich geplante Programm so angepasst werden, um die aktuellen Covid-Bestimmungen jederzeit einhalten zu können.

An den KVK- und WK-Tagen vom 6. bis 9. April 2021 wurden folgende Tätigkeiten ausgeführt:

  • Führungsunterstützung: Übungen der zentralen Tätigkeiten als Stabsassistent anhand eines Postenlaufes. Von den jeweiligen Posten wurden Meldungen in den Kommandoposten im Feuerwehrlokal eingespiesen und dort weiterverarbeitet (Karte, Journal, Mitteltabelle, etc.). Dabei wurden auch die korrekte Anwendung des Funkes aufgefrischt. An einem Posten hatten die Stabsassistenten zudem die Aufgabe, eine Telefon-Leitung zu erstellen.
  • Betreuung: Samariterkurs für Betreuer durch Samariterverein. Geübt wurde dabei primär die korrekte Anwendung des Defibrillators. Weiter wurden auch interne Schulungen durchgeführt zum Thema Atomunfall. Der Betreuungszug, welcher während der Corona-Pandemie sehr häufig im Zivilschutz-Einsatz stand, hat auch die Gelegenheit genutzt, auf den Einsatz in den Alters- und Pflegeheimen mit etwas Abstand zurückzublicken und positive wie negative Aspekte zu diskutieren. Erfreulicherweise hat es zudem die aktuelle Lage zugelassen, dass einige Betreuer mit Bewohnern des Alters- und Pflegeheims Eichhölzli spazieren gehen konnten.
  • Kulturgüterschutz: Digitale Ablage aller Dokumentationen in Zusammenarbeit mit der Führungsunterstützung. Da künftig Institutionen mit Kulturgütern selbständig entsprechenden Schutzmassnahmen ergreifen müssen, wird der KGS-Zug mittelfristig aufgehoben.
  • Anlage- und Materialwartung: Ausführen der periodischen Wartungen gemäss vorhandenen Checklisten.
  • Küche: Verpflegung sämtlicher Einsatzkräfte, ausserordentlich auch während des KVK’s, da Restaurants geschlossen waren. Die Mittagsmenüs waren einmal mehr sehr schmackhaft. Am intensivsten Einsatztag (Mittwoch) wurde ein leckeres Gulasch mit Kartoffelstock sowie einer Apfelschnitte serviert.

Die vergangenen Tage haben aufgezeigt, dass mit entsprechender Planung und Anordnung gewisser Massnahmen trotz der Pandemie ein guter und intensiver Wiederholungskurs organisiert werden kann. Dennoch hoffen alle Beteiligte, dass der nächste geplante Einsatz im September wieder ohne Einschränkungen durchgeführt werden kann.

Erster virtueller Kaderrapport der Geschichte

So einiges hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Die aktuellen Einschränkungen haben das Kommando unter der neuen Leitung von David Wechsler dazu bewogen, den zwei Mal im Jahr stattfindenden Kaderrapport mit den rund 15 Zugführern digital via MS Teams durchzuführen.

Eine wahrlich nicht einfache Aufgabe, nicht alle der Teilnehmer hatten bereits Erfahrung mit digitalen Meetings. Dennoch ist es gerade in dieser Zeit mit verschiedenen Einsätzen in den letzten Monaten und der schwierigen Planung für die kommenden Einsätze wichtig, sich gegenseitig auszutauschen. Dazu konnten die Teilnehmer auch in verschiedene digitale Gruppenräume zugeteilt werden und dort gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die Erfahrungen aus der Premiere sind sehr positiv, trotz der veränderten Ausgangslage konnten alle geplanten Themen besprochen bzw. bearbeitet werden.

David Wechsler, neuer operativer Kdt, zum ersten digitalen Kaderrapport: «Spezielle Zeiten verlangen spezielle Lösungen. Dienst ausfallen zu lassen ist keine Option, da der Bevölkerungsschutz jederzeit gewährleistet werden muss und dies nur mit regelmässigem Austausch im Kader und ebenso regelmässiger Beübung der Mannschaft möglich ist. Wir hoffen, unsere Dienstanlässe bald wieder in den Anlagen durchführen zu können, auch wenn wir eine gute Alternative gefunden haben, welche auch für alle umsetzbar ist.»

Folgende Bereiche werden jeweils am Kaderrapport thematisiert:

  • WK-Jahresplanung
  • Mehrjahresplanung für die nächsten 3-4 Jahre
  • Informationen des Kantons
  • Gruppenarbeiten zu aktuellen Themen
  • Gegenseitiger Austausch im Kader

Zivilschützer unterstützen Alters- und Pflegeheime bei der Bewältigung der 2. Corona-Welle

Es war der bislang weitaus umfangreichste Zivilschutz-Einsatz seit Bestehen des Sicherheitszweckverbandes Glattfelden-Stadel-Weiach vor über 20 Jahren. Während den beiden Corona-Wellen im Frühling 2020 und Winter 2020/21 standen 42 Zivilschützer während insgesamt rund 550 Manntagen im Einsatz. Primär wurden die Einsatzkräfte zur Unterstützung der Alters- und Pflegeheime in Stadel und Glattfelden eingesetzt.

Mitarbeiter/innen am Anschlag 

Für unsere gesamte Gesellschaft hat sich seit dem vergangenen Frühling einiges verändert. Insbesondere aber für Alters- und Pflegeheime stellen die Auswirkungen der Corona-Pandemie Extremsituationen dar. Besuchsverbot, Quarantäne, viele Erkrankungen und leider auch Todesfälle setzen das Personal vor enorme physische und psychische Herausforderungen.

Zur Unterstützung des Alters- und Pflegeheims Tertianum in Stadel stand zwischen Ende November und Mitte Januar täglich ein Zivilschützer im Einsatz. Auch das «Eichhölzli» in Glattfelden hat Unterstützung angefordert. Der Einsatz dauerte kürzer, zu Spitzenzeiten waren in Glattfelden aber im Zwei-Schichtbetrieb 4 Personen täglich vor Ort.

Die Zivilschützer konnten das Personal bei unterschiedlichen, einfacheren Arbeiten unterstützen. Dies beispielsweise bei der Verpflegung, welche die Bewohner während längerer Zeit auf den Zimmern einnehmen mussten. Der zeitliche Mehraufwand konnte durch die zusätzlich helfenden Hände abgefedert werden, so dass sich die ausgebildeten Fachkräfte im Pflegeheim auf ihre Kernaufgaben konzentrieren konnten. Die Zivilschützer leisteten zudem wertvolle und wichtige Unterstützung in Gesprächen mit den Bewohnern, welche diese Kontakte aufgrund der längeren Besuchsverbote und der belastenden Situation, speziell während den Festtagen, ausserordentlich schätzten.

Aufgeboten wurden in erster Linie die Einsatzkräfte des Betreuungszuges, aber auch Stabsassistenten und Vereinzelte aus anderen Bereichen wurden eingesetzt. Koordiniert wurden die Einsätze im Kommandoposten «Eichhölzli» in Glattfelden durch das designierte Kommando-Duo David Wechsler und Marc Wenk, welches damit die Feuertaufe in dieser ausserordentlichen Situation erfolgreich bestanden hat. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit bestand in der Koordination und Absprache mit den zuständigen Gemeindebehörden. Diese Zusammenarbeit erfolgte sehr kooperativ und unkompliziert, um die sofortige Hilfe für die Alters- und Pflegeheime sicherzustellen.

Zweiter Einsatz während wenigen Monaten

Bereits im Frühling 2020 während der ausserordentlichen Lage stand der Zivilschutz im Einsatz zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Auch während dieser Zeit unterstützte der Betreuungszug des Zivilschutzes zwischen März und Mai das Alters- und Pflegeheim Tertianum in Stadel.

Zur Unterstützung des damalig aktivierten Kernstabs waren zudem verschiedene Stabsassistenten vor Ort, um den Führungsstandort einzurichten und zu betreiben.

Selbstverständlich hält sich der Zivilschutz für weitere Einsätze für unsere Bevölkerung bereit.

Erfolgreicher WK trotz Corona-Einschränkungen

Die Organisation des diesjährigen Herbst-WK war aufgrund der anhaltenden Covid-19-Einschränkungen anspruchsvoller als üblich. Mit dem Einrücken mussten sich alle Teilnehmer einem Temperatur-Messtest unterziehen sowie mittels Fragebogen wichtige Angaben zu ihrem Gesundheitszustand sowie allfällige nähere Kontakte der letzten Tage mit Corona-Infizierten mitteilen. Zudem galt Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden konnte. Dies war insbesondere auch für die Verpflegung eine Herausforderung, so musste jeweils in Schichtbetrieben zu Mittag gegessen werden, da unter den aktuellen Umständen nur max. 24 Personen gleichzeitig sich im Raum aufhalten durften.

Zwischen dem 2. und 4. September 2020 (2.9. KVK, 3./4.9. WK) wurden folgende Tätigkeiten ausgeführt:

  • Unterstützung
    • Tischrenovation Waldhütte Stadel/Windlach
    • Tische und Bänke renovieren bei Stadlerturm
    • Ersatz Treppe bei Jagdhütte Glattfelden
  • Betreuung
    • Basteln Advendskalender in Zusammenarbeit mit Bewohnern Stiftung Brühlgut in Winterthur
  • Führungsunterstützung
    • Aufarbeitung Corona-Einsatz Kernstab Frühling 2020
    • Leitungsbau BSA Eichhölzli – Feuerwehrlokal
    • Information an neue AdZS
  • KGS
    • Archivierung Unterlagen
  • Logistik/Küche
    • 24h-Betriebs-Test
    • Verpflegung der AdZS während 3 Tagen

Allen Widrigkeiten getrotzt

Die Zivilschützer der ZSO GlaStaWei waren nicht zu beneiden. Während die Betreuer auf jegliche Aktivitäten im Altersheim zusammen mit Bewohnern verzichten mussten, waren die Unterstützer mit schlechtem Wetter konfrontiert. Aufgrund von Sturmböen mussten die Arbeiten, notabene zur Behebung der Sturmschäden der letzten Wochen, teilweise unterbrochen werden.

Das Corona-Virus hatte auch Einfluss auf den Zivilschutz-WK der Betreuer. Das BAG empfahl erst 2 Tage vor dem WK, dass Kontakte zu älteren Personen möglichst vermieden werden sollten. Die geplanten Aktivitäten im Altersheim sowie einen Ausflug mit den Bewohnern mussten kurzfristig abgesagt werden. Innert Stunden musste ein Alternativ-Programm mit verschiedenen internen Schulungsblöcken zusammengestellt werden, damit trotzdem ein spannender WK-Tag abgehalten werden konnte.

Auch für die Unterstützer zeichnete sich der Arbeitseinsatz erst kurzfristig ab. Im Gebiet Höbrig oberhalb von Weiach wurden verschiedene Sturmschäden der letzten Wochen behoben. Etliche Bäume behinderten die Forststrassen und mussten zersägt und das Holz zur Seite gelegt werden. Durch den starken Wind mit teilweisen Sturmböen konnten die Arbeiten am Freitag erst etwas später in Angriff genommen werden. Die Unterstützer überbrückten die Zeit mit einer Teambildungsaufgabe.

Auch der Kulturgüterschutz sowie die Anlagewarte waren im Einsatz. Verpflegt wurden die Einsatzkräfte durch die eigene Küchenmannschaft mit einem hervorragenden Gulasch, Kartoffelstock, Gemüse und Salat. Begeistert zeigten sich zudem alle über die leckeren, selbst zubereiteten Crèmeschnitten.

Neues Coronavirus

5. März 2020

Wie können Sie sich gegen das neue Coronavirus schützen? Die Kampagne «So schützen wir uns» informiert, wie das am besten geht. Achten Sie in erster Linie auf die Hygieneregeln und das richtige Verhalten bei Symptomen wie Atembeschwerden, Husten oder Fieber.

  • Regelmässiges gründliches Händewaschen mit Seife.
  • In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen.
  • Papiertaschentuch nach Gebrauch in geschlossenen Abfalleimer.
  • Händeschütteln vermeiden.
  • Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben.
  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.

Einwohnerinnen und Einwohner, die von einer Erkrankung betroffen sein könnten oder glauben, betroffen zu sein, sollen auf keinen Fall eine Arztpraxis aufsuchen, sondern das kantonale Ärztefon anrufen, das rund um die Uhr besetzt ist: 

0800 33 66 55.


Weitere Auskünfte sind zu finden unter:

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov.html